Nach intensiven Vorbereitungen beginnt das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) am Montag, 19. Oktober 2026, mit den angekündigten 2D-seismischen Untersuchungen in Oberschwaben. Die Messungen dienen dazu, den geologischen Untergrund der Region genauer zu erfassen und wichtige Erkenntnisse über die dort vorhandenen Gesteinsschichten und Strukturen zu gewinnen.
Die Untersuchungen sind Teil der geologischen Landesaufnahme Baden-Württembergs. Die gewonnenen Daten bilden eine wichtige wissenschaftliche Grundlage, um die Potenziale des tiefen Untergrunds künftig besser bewerten zu können. Insbesondere sollen sie dazu beitragen, die Voraussetzungen für eine mögliche Nutzung von Tiefengeothermie fundierter einzuschätzen.
Die wichtigsten Informationen im Überblick
- Messstart: Montag, 19. Oktober 2026
- Voraussichtliche Dauer: rund zwei Wochen
- Messlinien: Ochsenhausen-Aulendorf, Leutkirch-Biberach sowie Füramoos-Truilz

So laufen die Messungen ab
Bereits einige Tage vor Beginn der eigentlichen Messkampagne werden entlang der Messstrecken kleine Sensoren, sogenannte Geophone, ausgelegt. Während der Messungen fährt anschließend ein Verband aus drei Vibro-Trucks die einzelnen Abschnitte ab. Die Fahrzeuge erzeugen über Vibrationsplatten für wenige Sekunden kontrollierte Schwingungen im Untergrund. Die reflektierten Signale werden von den Geophonen aufgezeichnet und anschließend wissenschaftlich ausgewertet.
Die erhobenen Daten liefern wichtige Informationen über den Aufbau des tiefen Untergrunds und unterstützen die geologische Forschung in Baden-Württemberg.
Kurzzeitige Verkehrsbeeinträchtigungen möglich
Während der Messfahrten kann es entlang der Messlinien vereinzelt zu kurzzeitigen und örtlich begrenzten Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Der genaue Ablauf der Arbeiten richtet sich unter anderem nach den Wetterbedingungen, dem Verkehrsaufkommen und dem Fortschritt der Messungen.
Das LGRB bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die notwendigen Arbeiten.
